hyperthyreosis


Bei einer manifesten Hyperthyreose ist die Therapieindikation klar gegeben. 

Die initiale Therapieerfolgt medikamentös mit Thyreostatika vom Thioamidtyp (Thiamazol und

Carbimazol) oder mit Propylthiouracil (PTU). Carbimazol und Thiamazol werden 1-mal

täglich verabreicht, wohingegen PTU aufgrund der kürzeren Halbwertszeit 2- bis 3-mal täglich

gegeben wird. Die initiale Dosis richtet sich unter anderem nach der Einschätzung des Schwere-

grads der Hyperthyreose, dem Schilddrüsenvolumen und dem Vorliegen einer Jodbelastung. In

Abhängigkeit vom Ausmaß der Hyperthyreose sind folgende Erstdosierungen gebräuchlich:

Thiamazol 10–30 mg täglich

Carbimazol 15–45 mg täglich

Hepatitis und Agranulozytose zählen zu den schwersten thyreostatikabedingten Nebenwir-

kungen. Sie treten durchschnittlich in den ersten ein bis eineinhalb Monaten nach Therapiebeginn

auf. Eine 2-wöchentliche Kontrolle des Differenzialblutbilds und der Leberwerte scheint

daher in den ersten 6 Wochen sinnvoll.